In der bildgewaltigen Verfilmung von Georgi Leonidses Erzählungen entfaltet sich eine tragische Romanze im vorrevolutionären Georgien. Der Film zeichnet das Porträt eines Dorfes, das zwischen tiefem Aberglauben und archaischen Traditionen gefangen ist. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Marita und Gedija, die
an den starren Regeln der Gesellschaft zerbricht: Marita wird zur Ehe mit einem wohlhabenden Mann gezwungen. Als das Paar trotz des Verbots zueinanderfindet, statuiert die Dorfgemeinschaft ein grausames Exempel. Die Schande und Gewalt führen beide in den Tod, während am Ende rote Granatapfelblüten als melancholi- sches Symbol der Hoffnung und des Leids zurückbleiben.
Tengis Abuladzes Film ist mehr als eine Liebes- oder Dorfgeschichte — der Film verwebt Tragik, Komik, Legende und Symbolik zu einem poetischen Panorama menschlicher Schicksale zwischen Tradition und Fortschritt in einer Gesellschaft im Wandel. Er zählt zu den berühmtesten sowjetisch/georgischen Filmen seiner Zeit.
Hauptpreis, All-Union Film Festival, Riga 1977
„Golden Aurochs“, VI. Film Festival Teheran 1978
Spezialpreis, Karlovy Vary Film Festival, 1978



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